Mietpreis berechnen für die Ferienwohnung oder das Ferienhaus

Den optimalen Mietpreis kalkulieren

Der richtige Mietpreis kann für den Erfolg Ihrer Ferienunterkunft ausschlaggebend sein. Sie sollten deshalb Ihr Preis-Leistungs-Verhältnis sorgfältig gestalten. Außerdem müssen Sie als Gastgeber sicherstellen, dass Ihre Preisdarstellung der deutschen Preisangabenverordnung entspricht. Finden Sie den richtigen Mietpreis für Ihre Ferienunterkunft mit unseren Tipps!


Sie wollen bei der Ermittlung und Darstellung Ihres Mietpreises auf Nummer sicher gehen?  Dann laden Sie sich hier unsere detaillierte Checkliste zur Mietpreiskalkulation herunter, mit der Sie Schritt für Schritt Ihren individuellen Mietpreis errechnen können.

 


Unsere 12 Tipps zur richtigen Mietpreiskalkulation für die Ferienwohnung

Deshalb sollten Sie den Preis für Ihre Ferienwohnung gründlich berechnen

Der Mietpreis für eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus ist ein sensibles Thema: Wenn der Preis zu hoch ist, dann kann die Nachfrage einbrechen. Ist der Preis zu niedrig gewählt, dann können Sie ggf. Ihre Kosten nicht decken. Wichtig für die Berechnung des Mietpreises ist außerdem die Frage, ob Sie die Vermietung professionell betreiben, zum Beispiel einen Beherbergungsbetrieb führen und entsprechend Gewinne aus Ihrer Immobilie erwirtschaften möchten. Oder dient Ihre Ferienwohnung vor allem der eigenen Erholung und die Vermietung läuft nur „nebenbei“? Im Folgenden lesen Sie, welche grundsätzlichen Überlegungen in jedem Fall für Sie als Vermieter wichtig sind.

1. Mietpreis berechnen: Alle Kosten der Ferienwohnung auflisten

Als Vermieter einer Ferienwohnung sollten Sie eine Übersicht darüber haben, welche Kosten Ihre Ferienunterkunft verursacht. Um diese Kosten zu ermitteln, lohnt es sich, einmal alle Kosten übersichtlich zusammenschreiben, die im Zusammenhang mit Ihrer Ferienwohnung oder Ihrem Ferienhaus entstehen. Wir empfehlen Ihnen, diese Liste auf Jahresbasis zu erstellen, da hierzu auch nur einmal jährlich anfallende Kosten, wie Kosten für Versicherungen, hinzuzählen. Zunächst empfiehlt es sich, nur die Kosten zusammenzutragen, die auch entstehen, wenn die Wohnung gerade nicht vermietet wird. Denken Sie auch daran, dass ggf. Reparationen anfallen oder einzelne Möbel ausgetauscht werden müssen und berechnen Sie hierfür eine Pauschale ein.

2. Welche Nebenkosten fließen in den Mietpreis für eine Ferienwohnung ein?

Anders als bei der regulären Vermietung einer Wohnung melden Ihre Urlaubsgäste Ihren Wasser-, Gas- und Stromverbrauch nicht bei Versorgungsunternehmen an und rechnen diesen separat ab. In einigen Urlaubsregionen, wie beispielsweise in Dänemark, ist es üblich, dass Nebenkosten separat abgerechnet werden und zugängliche Zähler in den Ferienunterkünften angebracht sind. Sie müssen für sich überlegen, ob Sie diese Gebühren nach tatsächlichem Verbrauch abrechnen möchten, oder ob Sie dafür Durchschnittswerte heranziehen.

 

Ähnliche Überlegungen sollten Sie zu den Reinigungskosten, Bettwäsche etc. anstellen: Wollen Sie diese optional anbieten und separat berechnen? Oder ist das eine Standardleistung von Ihnen und fließt also direkt in den Mietpreis mit ein? Nicht zu vernachlässigen sind darüber hinaus Verwaltungskosten, wenn Sie zum Beispiel einen externen Anbieter mit der Schlüsselübergabe beauftragt haben.

 

Ergänzen Sie Ihre Kostenaufstellung durch diese Angaben. Sie haben damit eine Übersicht erstellt, welche Kosten pro Belegung entstehen. Und wissen entsprechend, welche Mieteinnahmen Sie mindestens erzielen müssen, wenn Sie die grundlegenden Kosten decken wollen.

3. Teurer oder günstiger als die Mitbewerber: Gibt es auch einen zu niedrigen Preis für die Vermietung meiner Ferienwohnung?

Auch wenn es zunächst paradox klingt: Sie können Ihren Vermarktungserfolg schwächen, indem Sie einen zu günstigen Mietpreis angeben. Urlaubsgäste fragen sich dann, was möglicherweise an der Unterkunft nicht stimmt.

 

Aber dürfen Sie auch teurer sein als andere Anbieter vor Ort? Ja! – und zwar immer dann, wenn Sie auch eine bessere Ausstattung (z.B. eine Sauna) oder eine besonders herausragende Lage anbieten können. Ist der Preis ohne einen nachvollziehbaren Grund höher als der von Vergleichsobjekten, kann dies zu verärgerten Gästen führen, deren Erwartungen und Vorstellungen nicht erfüllt wurden.

 

Prinzipiell gilt also: Werfen Sie einen Blick auf den Mietpreis Ihrer Mitbewerber. Bei ähnlicher Ausstattung, Lage und Anzahl der möglichen Gäste sollte Ihr Preis nicht zu sehr von dem der Vergleichsunterkünfte abweichen. Sie haben dadurch einen guten Anhaltspunkt, welche Preise in Ihrer Urlaubsregion von den Urlaubsgästen akzeptiert werden.

4. Welche Kriterien fließen noch in die Berechnung des Mietpreises mit ein?

Eines der wichtigsten Kriterien für den Mietpreis einer Ferienunterkunft ist die Lage. Ein Objekt in einer der beliebten großen Urlaubsregionen hat immer gute Chancen, eine hohe Auslastung zu erzielen – und das mit einem guten Mietpreis. Anders sieht es in touristisch weniger entwickelten Gebieten aus. Hier kommt es viel mehr noch auf die Ausstattung an, um einen guten Mietpreis zu erzielen.

5. Angemessenen Mietpreis für die Nebensaison und die Hauptsaison kalkulieren

Gerade in den typischen Urlaubsregionen sind es Urlaubsgäste gewohnt, dass es unterschiedliche Preise in Haupt- und Nebensaison gibt. Das bedeutet, dass Urlaubsgäste in der Hauptsaison auf höhere Preise eingestellt sind. Anders herum erwarten sie in der Nebensaison einen geringeren Mietpreis.

 

Sie als Vermieter sollten Ihre Mietpreise in der Hauptsaison so kalkulieren, dass Sie sich in der Nebensaison einen günstigeren Mietpreis leisten können. Als Fausformel gilt, dass Sie in der Hauptsaison bis zu 20% mehr verlangen können als in der Nebensaison. Dabei kann es durchaus unterschiedlich sein, welche Saisonzeiten für Ihre Zielgruppe gelten.

 

Für Familien ist die Hauptsaison ganz klar an die Ferienzeiten gekoppelt. Denken Sie aber ruhig auch daran, ob es beispielsweise große Messen in Ihrer Region gibt. Dann könnten Sie für diese Zeit ggf. auch für Geschäftsreisende eine attraktive Alternative zum Hotel sein. In der Nebensaison können Sie darüber hinaus versuchen, andere Zielgruppen, wie zum Beispiel Monteure, zu erreichen.

6. Zusatzleistungen berechnen oder Komplettpreis?

Sie können Ihre Preise auch wunderbar dazu nutzen, Ihren Vermarktungserfolg zu steigern. Urlaubsgäste schätzen es zum Beispiel, wenn bei einem Angebot Komplettpreise angegeben werden, denn so können sie selbst besser kalkulieren. Das bedeutet nicht, dass Sie keine Zusatzleistungen wie die Nutzung von Waschmaschine, WLAN, Handtücher oder Bettwäsche anbieten sollten. Sie tun aber gut daran, nicht alle Leistungen separat auszuweisen, da zu viele Zusatzgebühren abschreckend auf Urlaubsgäste wirken können. Gerade für die Nutzung eines Pools beispielsweise sind zusätzliche Gebühren nicht üblich. Anders verhält es sich mit einem Wäschepaket, für das durchaus extra Kosten ausgewiesen werden können – solange es sich nach der Preisangabenverordnung um eine optionale Leistung handelt.

7. Mit dem Preis die Vermarktung ankurbeln: Angebote und Rabatte

Wenn Sie einmal kurzfristig flaue Zeiten überbrücken möchten, können Sie auch über den Preis einiges erreichen. Zum Beispiel können Sie dieses mit einem Last-Minute-Angebot bewerben oder Stammgäste mit Sonderangeboten locken.

 

Unsere 28.000 privaten Vermieter, die bei Traum-Ferienwohnungen inserieren, haben die Möglichkeit über die Preistabelle kostenlos Angebote zu schalten. Auf diese Weise kann schnell im Bedarfsfall die Nachfrage angekurbelt werden

 

Ein anderer Ansatz ist es, den Preis beizubehalten und stattdessen mit zusätzlichen Extras zu werben: So können Sie zum Beispiel mit regionalen Ausflugszielen kooperieren und den kostenlosen Eintritt ins Schwimmbad oder ins Museum anbieten. Oder Sie stellen Ihren Gästen ein „Angel-Paket“ zur Verfügung, incl. Boot. Aber Vorsicht: Je nach Angebot könnten Sie dadurch von einem einfachen Vermieter zu einem Reiseveranstalter werden mit rechtlichen Auswirkungen: Lesen Sie hier in unserem Artikel zur Erstellung eines Mietvertrags mehr dazu.

8. Mietpreis für ddas Ferienhaus richtig und rechtssicher darstellen

Bei der Preisdarstellung gilt es rechtliche Rahmenbedingungen zu beachten und zugleich mit dem Preis die Vermarktung anzukurbeln. Für Sie ist vor allem die Preisangabenverordnung wichtig. Diese legt fest, dass dem Endverbraucher jeweils der Endpreis genannt werden muss. Das bedeutet, dass in Ihrem Inserat der gesamte Preis angegeben sein muss, der vom Urlaubsgast für die jeweilige Mietdauer zu zahlen ist. Pauschale Nebenkosten wie Strom, Gas, Heizung oder Wasser dürfen Sie nur dann separat ausweisen, wenn eine Abrechnung nach dem tatsächlichen Verbrauch möglich ist (z. B. durch einen eigenen Zähler). Bei der Endreinigung oder einem Wäschepaket ist es so, dass diese nur dann extra ausgewiesen sein dürfen, wenn sie optional sind, also vom Gast nicht gebucht werden müssen. Die Kurtaxe wiederum können Sie in der Regel separat ausweisen.

 

In diesem Artikel können Sie lesen, wie Sie die Kosten für die Endreinigung rechtssicher angeben.

9. Weitere Preisbestandteile: Pro Person oder pro Objekt?

Sie können sich grundsätzlich überlegen, ob Ihr Preis pro Objekt oder pro Person gilt. Von unseren Vermietern, die auf Traum-Ferienwohnungen inserieren, wissen wir, dass sich in der Regel bei einer Ferienunterkunft der Preis pro Objekt bewährt hat. Hier wird dann von einer grundsätzlichen Belegung ausgegangen und ggf. ein Aufschlag je weitere Person erhoben. Häufig gewähren Vermieter ab einer bestimmten Anzahl von Übernachtungen einen Preisnachlass oder schlagen umgekehrt einen Aufschlag bei kürzeren Übernachtungen drauf.

 

Der Preisrechner auf Traum-Ferienwohnungen bietet für Vermieter diverse Variations- und Eingabemöglichkeiten.

10. Wie Sie Ihre Mieteinnahmen steigern können: Mietpreis erhöhen

Natürlich sollten Sie nicht ein für allemal einen Preis festlegen und diesen dann für die nächsten Jahrzehnte gelten lassen. Moderat können Sie Ihren Mietpreis jederzeit an die Inflation anpassen und dadurch dafür sorgen, dass der Wert Ihrer Mieteinnahmen gleichbleibt.

Wenn Sie eine stärkere Preiserhöhung durchführen wollen, dann sollten Sie auch eine Aufwertung der Ferienunterkunft vornehmen. Diese Aufwertung kann zum Beispiel daraus bestehen, dass Sie in neue Möbel, Wandfarbe etc. investieren. Wenn Sie dabei ein besonderes Augenmerk auf Ihre Zielgruppe haben, dann zahlen zum Beispiel Familien auch gerne mehr, wenn Sie einen Hochstuhl oder eine Sandkiste im Garten anbieten. Eine Aufwertung kann aber auch daraus bestehen, dass Sie es gestatten, einen Hund mit in die Ferienunterkunft zu bringen. Dadurch erschließen Sie sich eine neue Zielgruppe, die gerne etwas mehr zahlt, damit der geliebte Vierbeiner im Urlaub an der Seite seiner Herrchen sein kann.

11. So gehen Sie mit Kaution für eine Ferienwohnung um

Wenn Sie eine Kaution für Ihre Ferienwohnung erheben möchten, dann gilt vor allem: Maß halten. Verlangen Sie eine angemessene Kaution, die grundsätzlich nicht 10 bis 15 % des Mietpreises pro Woche nicht übersteigen sollte. So liegt die Kaution in der Regel zwischen 150 und 250 Euro. Eine besonders wertvolle Ausstattung mit Antiquitäten oder teure Hightech-Geräten rechtfertigen unter Umständen auch eine etwas höhere Kaution. In jedem Fall muss die Kaution offen in Ihrem Inserat für Ihre Ferienwohnung angegeben werden.

12. Ferienwohnung ohne Preis vermarkten

Einige Vermieter präsentieren Ihre Ferienunterkunft zwar zeitgemäß im Internet, verzichten aber darauf, hier einen Mietpreis anzugeben. Das ist keine gute Idee und Sie sollten als Vermieter keinesfalls auf eine Preisangabe verzichten. Ein Ferienobjekt, bei dem der Urlauber telefonisch oder per Anfrage erst die Miethöhe erfragen muss, hat weniger Chancen erfolgreich vermarktet zu werden. Urlauber schätzen es, wenn sie alle relevanten Informationen zu einem Objekt auf einen Blick präsentiert bekommen. Hinzu kommt, dass Sie als Vermieter wesentlich mehr unnötigen Arbeitsaufwand haben: Schließlich stehen Sie in Kontakt mit Urlaubsgästen, denen ggf. Ihr Angebot zu teuer ist.

 


Kostenlos registrieren und Mietpreis kalkulieren Nach dem Vermieter-Login stehen Ihnen umfangreiche Informationen und Ratgeber zur Verfügung. Die Registrierung ist kostenlos und unverbindlich.

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